Die Influencer-Welt gerät aktuell massiv in den Fokus der Behörden. Während Instagram, TikTok und Co. sonst für virale Trends sorgen, dominieren jetzt News über Steuerhinterziehung das Geschehen. Insbesondere in Nordrhein-Westfalen sollen Influencer bis zu 300 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben das geht durchs ganze Netz und schadet dem Image der Branche erheblich.
Das Land hat reagiert: Eine spezielle „Task Force Influencer“ durchleuchtet jetzt akribisch ihre Einnahmen, Kooperationen und Handles. Aber warum ist es überhaupt so weit gekommen? Und wie sollten Influencer und auch Unternehmen, die mit ihnen arbeiten steuerlich richtig agieren?
Reichweite ist kein Freifahrtschein! Wer mit Social Media Geld verdient, muss sich auch an die Spielregeln halten. Dazu zählen vor allem die Themen Steuern, Pflichten und Transparenz. Viele Influencer unterschätzen diese Punkte oder wissen zu wenig über ihre Verpflichtungen als Unternehmer*in.
• Keine Anmeldung beim Finanzamt: Viele starten „nebenbei“, verdienen aber schnell Tausende von Euro ohne Steuernummer oder Gewerbeanmeldung.
• Nicht-versteuerter geldwerter Vorteil: Luxuriöse Reisen, gesponserte Hotelaufenthalte oder Produkte werden als Geschenke deklariert, aber sie sind steuerlich oft als Einkommen zu betrachten.
• Wohnsitztrickserei: Angeblich leben manche Influencer offiziell in Dubai, verbringen jedoch die meiste Zeit weiterhin in Deutschland. Das ist steuerrechtlich sehr riskant.
Die Antwort ist leider klar: Ja, gesponserte Reisen und Hotelaufenthalte sind steuerpflichtig, sofern sie eine Gegenleistung für Werbeleistungen sind oder im Rahmen einer Kooperation erfolgen. Sie gelten als sogenannter geldwerter Vorteil und müssen dem Finanzamt gemeldet werden genau wie Geldzahlungen.
„Der Erhalt von Produkten oder Dienstleistungen ist als Einnahme zu versteuern, sofern eine Gegenleistung in Form von Werbung erbracht wird.“
Wird der geldwerte Vorteil nicht ordnungsgemäß angegeben, drohen erhebliche Steuernachzahlungen, Bußgelder oder sogar Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung.
Reichweite verwandelt Freizeit-Influencer in Geschäftstreibende. Damit kommen neue Pflichten:
• Finanzielle Verantwortung:
Alles, was verdient oder als Vorteil erhalten wird, ist dem Finanzamt zu melden.
• Rechtliche Verantwortung:
Kooperationen brauchen vertragliche Klarheit und rechtliche Prüfung.
• Transparenz:
Ehrlichkeit gegenüber Followern und Kooperationspartnern schützt die Glaubwürdigkeit aber auch vor Ärger mit Finanzbehörden.
Die Traumwelt der sozialen Medien zeigt Luxus, Reisen, teure Autos und perfekte Momente. Doch hinter den Kulissen sieht die Realität anders aus:
• Kontinuierliche Produktion von kreativem Content.
• Hoher Zeitaufwand für Community-Management und Kooperationen.
• Verantwortung für steuerliche und rechtliche Rahmenbedingungen.
Junge Nutzer*innen glauben oft an den schnellen Reichtum:
„Ich poste ein paar Videos und werde reich.“
Doch das Geschäft ist anspruchsvoll und erfordert Wissen, Disziplin und Verantwortungsbewusstsein.
Wird über Jahre falsch gearbeitet, kommt oft irgendwann die Rechnung:
• Hohe Steuernachzahlungen
• Bußgelder oder Strafen
• Insolvenz im schlimmsten Fall
Gerade für junge und unerfahrene Influencer kann das existenzbedrohend werden.
• Immer alles beim Finanzamt anmelden,
egal ob Geldzahlung oder Sachleistung.
• Wert von Geschenken oder Reisen korrekt angeben
und dokumentieren.
• Kooperationen vertraglich festhalten
und steuerrechtlich prüfen lassen.
• Regelmäßige Buchhaltung
und ggf. Steuerberater hinzuziehen.
Influencer-Marketing ist ein ernstzunehmendes Geschäft.
Nur wer sich über seine Rechte und Pflichten informiert, kann langfristig erfolgreich sein.
Fehlende Steuerehrlichkeit kann schnell zum Bumerang werden mit drastischen Folgen.
Am Ende bleibt die Frage:
Reichen Aufklärung und Selbstverantwortung in der Social Media Branche oder sind strengere Kontrollen notwendig?
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